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Ist nachhaltige Kindermode wirklich zu teuer?

Nachhaltige qualitativ hochwertige Kinderkleidung ist trendig, doch im Vergleich zu H&M, C&A und anderen &-Modegeschäften teuer.

Wie diese Kinderbekleidung von den Großkonzernen gemacht wird spielt , wie die Umsatzentwicklung der letzten Jahre zeigen, eigentlich keine Rolle. Nachhaltige Mode im speziellen Bio-Kinderkleidung ist nach wie vor ein Nischenprodukt. Im Gegensatz zu Umfragen , die diesen Bereich der ethischen Produktion bei der Kaufentscheidung eine immer höhere Bedeutung beimessen, sind meine Erfahrungen eine andere.

Aussagen wie „Ach ist das schön, nur einfach, zu schade, dass es nur 1 Jahr passt“ höre ich immer öfter. Wobei eigentlich gemeint ist „Ach ist das schön , aber leider zu teuer“.

Es gibt einen schönen dänischen Beitrag, wo drei junge Modeblogger von einer dänischen Zeitung nach Kambodscha gesendet werden. Anbei der Trailer:

https://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=-SCHfV97D7I

Die Reaktionen der zwei jungen Mädchen ist herzzerreißend. Die Arbeitsbedingungen ebenso. Damit möchte ich nicht sagen, dass in diese Länder nicht mehr produziert werden soll. Im Gegenteil, doch diese „Geiz ist geil“ Mentalität führt zu einem immer schonungsloseren Turbo Kapitalismus.

Nachhaltigkeit und biologische Produktion und ethische Grundsätze haben ihren Preis und ihren Wert. Dies hängt zum einen mit den strikten Kontrollen und Qualitätssiegeln zusammen, andererseits natürlich damit, dass nachhaltiges und faires wirtschaften eben nicht Marktmacht und „economies of scale“ gnadenlos ausschöpft.

Dass diese Qualität nicht nur seinen Preis, sondern auch seinen Wert hat, wird selten bis gar nicht wahrgenommen bzw. bedarf manchmal langwieriger Kommunikation. Wenn z.B. ein Wendekleid nicht einmal in der Woche verwendet wird sondern täglich, wenn die Kinderbekleidung von einem Kind zum nächsten „vererbt“ wird, dann wird dies in der Kaufentscheidung gar nicht ins Kalkül gezogen. Was leider oft mehr zählt in der täglichen Kaufentscheidung sind Herzilein- und Glitzersteinapplikationen, von mir zusammen gefaßt unter dem „Süßheitsfaktor“.

Nachhaltige Kinderbekleidung bedeutet vor allem Pflegeleichtigkeit und Verwendung von strapazierfähigen Materialien. Kurzum die Stoffe, natürlich biologisch und fair produziert, müssen prinzipiell sandkastentauglich“ sein.

Vorstellung Frühjahrs- und Sommerkollektion 2015

Backstage - Das Fotoshooting bei Kakao Kindermode

Fotoshooting zur Herbstkollektion von Kakao Kindermode in Wien

 

Wo kriegen wir nur Wiener Models her?

 

Vorab! Bis heuer war es immer das schwierigste Models für unser Shooting zu finden. Mit uns meine ich, natürlich mich, also Kakao Kindermode und Karin Dick, eine liebe Freundin und nebenbei ausgezeichnete Designerin (zu finden unter www.atelier-cade.at).

Um Zeit, Organisation und Kosten zu sparen machen wir die Fotosessions immer gemeinsam. Außerdem macht es viel mehr Spaß gemeinsam (mehr dazu weiter unten).

Nun gut. Status quo, bis heuer wohlgemerkt, war : Es ist alles organisiert, nur die Damen Models fehlen.   Kindermodells zu bekommen war zwar auch nicht ganz leicht, aber kein Vergleich mit den Damenmodells.

 

Bitte liebes Facebook, hilf!

In meiner Verzweiflung hatte ich folgende Idee zu folgendem Aufruf in Facebook.

 

 

Noch 30€ in die Hand genommen und die Zielgruppe auf Frauen in Wien eingeschränkt, damit dieser Artikel auch nur bei allen Wienerinnen hervorgehoben wird. Zu meiner Überraschung meldeten sich nicht nur eine Handvoll, sondern einige Dutzend und nicht nur Frauen aus Wien sondern auch aus Nierösterreich und Oberösterreich (ein Mann war auch dabei, Foto hat er leider keines mitgeschickt). Es war dies der erfolgreichste Beitrag der langjährigen Facebook Kakao Geschichte beginnend von der Geburt (2013) bis heute. Der Beitrag wurde 26. mal geteilt. Wir konnten aus über 30 Modells auswählen, teilweise waren sogar Profimodels dabei. Ich war im 7. Himmel. Es bewarben sich auch viele süße Kinder, ok nicht die Kinder direkt, aber deren Eltern, Tanten oder ältere Geschwister.  (Kurze Anmerkung, der gleiche Aufruf bei Google+ hat ein schlappes teilen und das war von meinem Freund)

Das Fotoshooting in 1080 Wien

Das Fotoshooting fand im 8. Wiener Bezirk, vulgo Josefstadt, statt. Obwohl wir schon ziemlich routiniert sind, hinsichtlich der Organisation, stellt Regenwetter doch eine gewisse Herausforderung dar. Vor allem wenn man keine Indoor Location adhoc parat hat. Dank Karins Organisationstalent konnten wir im Cafe Floriani fotografieren (Danke nochmal an das Team vom Cafe Floriani  die Geduld, da wir nicht rechtzeitig fertig wurden und während der Öffnungszeiten noch ziemlich prominent Platz verbrauchten).

Nach 4 Stunden Kinder bei Laune halten, Outfit wechseln, Foto's schießen, noch mehr Fotos machen, andere Positionen testen, Gegenlicht eliminieren, Styling erneuern, Haare kämmen, etc.. hörte es endlich auf zu regnen und wir konnten draußen fotografieren. So eine Fotosession vor allem mit Kinder und der Kinderkleidung ist eine ziemlich anstregende Sache für alle Beteiligten. Man würde meinen das sich das auf die Laune niederschlägt. Dem war nicht so! Anbei ein kleines Filmchen mit viel Selbstironie (von meinem elfjährigen Sohn gefilmt und geschnitten, by the way mittlerweile bin ich auch youtube Fan-- man sieht wie schnell das gehen kann) 

 

 

Einen kleines Sneak Preview gibt es hier. Wenn ich die Sachen gefallen, würde ich mich über einen Kommentar oder einen Post sehr freuen

 

 

 

So long, fair wear, auf wiedersehen, good buy

Eure Katharina

Mein Kindermode Online Shop Tagebuch Serie -- Die Vorgeschichte!

"Lass uns einen günstigen Kindermode Online Shop machen. Es gibt so wenig Möglichkeiten Kindermode online in Wien zu bestellen.„Da draußen gibt es einen riesigen Markt auf den du verzichtest“.  Rundherum hörte ich dieses Argument, welches zwar einleuchtend war, aber ehrlich gesagt nicht genug Motivation für mich eine eigene Seite mit eigenem Layout und eigenem Shop zu starten. Dann mit den ersten Erfolgen auf den Märkten in Haslach und auf Slow Fashion Events, sowie meiner ersten verkauften Kinderbekleidung in Wien, hörte ich oft von meinen Kunden Aussagen wie „Sie machen so tolle Kinderkleidung. Ich würde gern öfter bei Ihnen kaufen, aber ich lebe nicht in Wien". Hier die Vorgeschichte meines Kindermoden Online Shops

 

Mein Lebensgefährte, der sich laut Eigendefinition "supergut mit dem Web und so" auskennt (mehr dazu weiter unten) , konnte ich nach getroffener Entscheidung, Kindermode online zu verkaufen, dazu überreden, mir beim Aufbau meines "Kinderbekleidung Online bestellen" Imperiums zu helfen. Vorab! Wenn Dir Deine Beziehung lieb ist, frage nie Deinen Mann, Freund oder Lebensgefährten, ob er Dir helfen kann, es sei denn du willst, das er zum Lebensabschnittspartner wird. Anbei die Begründung:

 1.)   Meistens weiß er gar nicht viel mehr als Du, sondern kennt nur mehr Wörter, dessen Bedeutung er aber auch nicht wirklich weiß.

2.)   Kaschiert er sein „Nicht-Wissen“, indem er Dich blöd dastehen lässt.

3.)   Wird jede Frage als Kritik an dem bisherigen Lösungsansatz verstanden (weil er instinktiv ahnt, dass diese Frage letztendlich aufdeckt, dass die von ihm vorgeschlagene Lösung nicht wirklich clever ist)

4.)   Ist es für ihn (und auch in Wirklichkeit) viel komplizierter als es zuerst aussieht und von ihm dargestellt wurde.

5.)   Nerven dich seine Fragen ungemein, weil Sie zeigen, wie wenig du dich eigentlich damit auseinandergesetzt hast, was du eigentlich willst. Dies führt dazu, dass das ursprüngliche Ziel permanent neu definiert (man kann auch sagen "permanent umgeschmissen") wird, was wiederum Ihn af die Palme bringt. Dies hat zur Folge, dass dieser Mangel an Respekt und Geduld und Verständnis, Deine ungemein tolerante Art mit den Fehlern deines Partners umzugehen, überstrapaziert. 

Aber nun dazu, wie alles began. Also, begonnen hat alles mit der ersten und alles entscheidenden Frage, die mein nach diesem Projektchen „fast ehemaliger Lebensgefährte“ stellte.

„Was willst du auf deinem Kinderbekleidungs Online Shop überhaupt zeigen?“.

Ich will keinen Online Shop. Ich will nur meine Kinderklamotten (wie meine deutsche Freundin immer zu sagen pflegt) mit vielen tollen aussagekräftigen Bildern zeigen.

Das ist ein Online-Shop! Shau mal auf hm Kindermode!

auf was?

auf hm Kindermode, Kindermode von H&M!

Willst du mich ärgern. So etwas will ich sicher nicht. Kannst du so etwas überhaupt machen?

(daraufhin cooler Themenwechsel) Willst Du auch ein Blog?

Nein sicher nicht. Ich weiß mit meiner Freizeit etwas sinnvolles anzufangen.

Gut dann kein Blog.

Aber News will ich. Ich meine nicht wirklich News eher Nachrichten, nein auch keine Nachrichten, sondern halt Neuigkeiten. Neuigkeiten für Kindermode und wenn ich mal preisreduzierte Kindersachen habe, will ich das auf meiner Site für Kindermode sofort zeigen. Oder wann ich wo ausstelle! Wann es welche Events gibt z.B. die slow fashion events ... oder wenn es zum Thema interessante Links und Fotos gib, wie....

Du meinst wie bei zara kindermode online, oder wie elle kinderkleidung oder ....

Nein, das meine ich nicht. Hast du nicht zugehört? Willst du mich ärgern. Hör auf mit diesen Vergleichen. Ich meine einfach meine kleinen feinen Themen, wo ich auch meine Anliegen und meine Philosophie rüber bringen kann und nicht hunderte Kinderjacken und tausende Kinderkleider einem entgegenpurzeln.

Also, Neuigkeiten für Kindermode? Wer schreibt die?

Keine Ahnung.
Vielleicht sollte ich doch einen Blog machen.

Wie wäre es dann mit Facebook?

Nein sicher nicht! Ich kann Facebook nicht leiden. Das ist was für Jugendliche, aber nicht für mich. Außerdem saugen die alle meine privaten Daten runter. Ich will nur meine Kindermode präsentieren und das wars. Vielleicht noch ein Preisschild und eine kleine Aufschrift wie „jetzt Kindermode günstiger kaufen“ sodass ich bei Google gleich an erster Stelle komme, noch vor Herzilein und Ottoversand wen gibts noch

name it kinderbekleidung, jako online, billabong kindermode?

Hör auf! Auf alle Fälle für den Kakaopulverherstellern… und wenn man auf die Kinderjacke oder das Sommerkleid drauf klickt, soll man ein email schreiben können, und diese Kinderjacke online bestellen können. (halt in den verschiedenen Farben und Größen)

Ein email zum online bestellen?

Ja, einfach ein email schreiben.

Du schreibst dann zurück, was der Kunde genau will, welche Größe, welche Farbe?

Nein, ich rufe dann an. Oder nein ich schreibe doch zurück, ist billiger. Nein eigentlich ist es das auch nicht was ich will. Ich will nur eine Seite wo meine Kinderkleider, Kinderjacken u.s.w. präsentiert wird und ich das zeigen kann, was ich gemacht habe. Natürlich sollen auch die Kinderhauben, Haarspangen, Kinderhosen und auch die Sachen von Gudrun (www.gudrungeyer.com ) und Karin (www.atelier-cade.at) drin sein.

Also nur Fotos zeigen?

Nein nicht nur Fotos zeigen, sondern so eine Art Katalog. Also einen Online-Katalog, wo man alles sieht, den man auch ausdrucken kann , Nein doch nicht ausdrucken wegen Öko und der Umwelt, auf alle Fälle wo die Fotos gezeigt werden, aber nicht eingekauft werden kann, denn ein Online shop ist kompliziert, es sei denn du kannst das. Kannst du das?

(er ignoriert elegant meine Frage) Du willst also einen Produktkatalog mit email Funktion zum einkaufen. Wollen das auch deine Kunden?

Weiß ich nicht! Irgendwie nerven deine Fragen  (eigentlich hatte ich keine Ahnung was ich eigentlich wollte)  und überhaupt, woher soll ich wissen, was meine Kunden wollen.

Frag Sie doch einfach.

Nach einer professionellen und strukturierten Expertenbefragung unter meinen Freundinnen und Leidensgenossinen, die entweder gerade entnervt ihr Projekt „Webseite“ oder voller Elan ihre Beziehung beendet hatten, kam ich zum Schluß.

„Meine Kunden wollen eigentlich gar keinen Shop. Sie wollen, dass es schnell und einfach geht und für mich kein Aufwand ist. Eigentlich wollen Sie nur, dass ich glücklich bin und die Kinderkleidchen per materialisierter Gedankenübertragung in Ihre Wohnung flattern, mit Ausnahme den Kunden in Wien, die wollen zu mir und Karin in den Nicht-Online Shop sondern echten Laden cadê? in die Strozzigasse 25 (für alle nicht Wiener, das ist im 8.Bezirk, also 1080).

Das war 2013 und endete logischerweise mit meinem ersten Eintrag bei Facebook (www.facebook.at/kakao-kindermode). So begann das Jahr 2014.  Mittlerweile lebe ich nicht mehr von Kindermode sondern von Coaching und Paartherapie und von meinen Vorträgen im deutschsprachigen Raum "Wie Facebook Ihre Beziehung retten kann". Auch meine Online Kurse "Erfolgreiche Webprojekte durch gezielte Partnersuche" laufen nicht schlecht.

 

so long, fair wear, auf wiedersehen, good buy

Katharina

Im nächsten Tagebucheintrag erzähle ich, wie meine Partnersuche so erfolgreich verlief, dass ich nach drei Beziehungen in drei Online-Plattformen registrierte Verkäuferin unter 8 verschiedenen Namen wurde  und dort derartig viel verkaufte, dass ich meine Coaching Karierre beenden musste.

Was ist Slow Fashion?

Der Begriff Slow Fashion 

Gibt man in Google das Suchwort „Slow Fashion “ ein, so erhält man mehr als 36 Mio Einträge. Von einer kurzfristigen Mode Erscheinung kann also keine Rede mehr sein. Aber was versteht man unter dem Begriff Slow Fashion? Anbei ein Versuch diesen Begriff eines Artikels zu erklären, der von den Hauptproponenten der slow fashion Bewegung geschrieben wurde (ganz unten findet sich der Link)

 

Main Stream Mode versus Slow Fashion  

Bei Slow Fashion handelt es sich nicht um einen typischen saisonalen und damit kurzfristigen Mode-Trend, sondern um eine Bewegung, die stetig an Dynamik gewinnt und nicht so schnell verschwinden wird. Die heutige Mainstream-Mode-Industrie basiert auf globalisierter Massenproduktion, wo Kleidung von der Designphase bis zum Verkauf innerhalb weniger Wochen verfügbar ist. Der Einzelhandel verkauft die neueste Mode zu niedrigsten Preise und das alles im Fahrwasser der aktuellen Modetrends. Der Konsument als leicht beeinflussbarer williger Käufer, der mehr kauft als er braucht, eben weil es chic und trendig ist. Aber dieser „Überkonsum“ ist nicht zu günstig wie es den Anschein hat, er ist mit einem versteckten Preisschild versehen. Die Zeche zahlen die Umwelt und die Arbeiter in der Lieferkette.

Die Modeindustrie tragt zur Bewältigung der Herausforderung welche sich aus den Schlagworten Nachhaltigkeit, Umweltverträglichkeit, Biologischer Anbau, Fair Trade ergeben, in verschiedener Art und Weise bei.

Derzeit wird, was Maureen Dickson, Carlotta Cataldi and Crystal Grover auf die schnelle einfach so als „Fast Fashion“ bezeichnen, immer mehr an natürlichen Ressourcen verschwendet, in dem immer mehr Kleidungsstücke produziert werden (die eigentlich kein Mensch mehr benötigt). Mode funktioniert dabei wie jede andere Industrie, und ist nicht unwesentlich an der Ausbeutung unserer beschränkten natürlichen Ressourcen wie Erdöl (durch den Transport und Verwendung von künstlichen Fasern) beteiligt. Der Begriff natürliche Ressource wird dabei durchaus breit und großzügig ausgelegt. Slow Fashion versteht dabei nicht nur beschränkte natürliche Ressourcen, wie Öl oder Wasser oder andere Bodenschätze sondern vor allem auch Verschwendung von Ressourcen, die vor Ort wichtig sind , wie z.B Anbaufläche oder Frischwasserbehälter (die zunehmend nicht als Trinkwasser-Container verwendet werden sondern für die Baumwoll-Bewässerung heran gezogen werden). Die Modeindustrie ist auch an der systematischen Verbreitung von Pestiziden verantwortlich.

Auswirkungen auf unser Öko System

Die Auswirkungen sind langfristig extrem schädlich durch die systematische Vernichtung ganzer Ökosysteme und Störung der gesellschaftlichen Strukturen in Entwicklungsländern. (Aufbau von Monokulturen und extreme Abhängigkeiten der dortigen Arbeiter). (siehe auch mein NEUes Eintrag "Kakao Kindermode am Cover von Greenpeace"

Die Mode- und Bekleidungsindustrie schaden sich damit langfristig selbst. Am Besten wird dies mit einem Trichter symbolisiert, an dessen breiten Trichteranfang alle Möglichkeiten vorhanden sind. Je mehr und mehr jedoch der jetzige Konsum zu lasten der Zukunft geht, umso weniger Möglichkeiten bleiben dann übrig. Der Spielraum wird kleiner. dies zu verhindern müssen wir unser Denken und unser Handeln nachhaltig ändern. Ein Wandel wird dann erreicht, wenn wir allmählich zu einem natürlichen Gleichgewicht zurück kehren, wo nicht jedem Fashion Trend nachgegeben wird.

Grundsätze von Slow Fashion

Die 10 Grundsätze von Slow Fashion (mit denen ich mich in weiteren Blogs einfach kritisch auseinandersetzen möchte) lauten:

  1. Blick auf das Ganze (Seeing the Big Picture)
  2. Weniger Konsum (SLOWING DOWN CONSUMPTION)
  3. DIVERSITY
  4. Respekt vor den Menschen (RESPECTING PEOPLE)
  5. Menschliche Bedürfnisse berücksichtigen (Acknowledging human needs)
  6. Beziehungen aufbauen (BUILDING RELATIONSHIPS)
  7. schonender Umgang mit Ressourcen (RESOURCEFULNESS)
  8. Berücksichtige Qualität, Schönheit und Pflege MAINTAINING QUALITY, BEAUTY & CARE
  9. Profitabilität (PROFITABILITY)
  10. Bewusstseinsbildung (PRACTICING CONSCIOUSNESS )

 

Wertekatalog von Slow Fashion und meine Grundsätze

Dieser Wertekatalog ist meiner Meinung nach stark verbesserungswürdig, oder sagen wir so, auch Ottoversand und zalando könnten von sich behaupten nach diesen Grundsätzen zu arbeiten. Dies bedeutet, diese Grundsätze sind meiner Meinung nach zu wenig konkret und sind zum Großteil um es überspitzt zu formulieren "Allerweltsgrundsätze"  und sind vor allem mit Inhalten zu füllen (aber davon an anderer Stelle). Im Prinzip verdeutlichen diese zehn Punkte, dass mit Slow Fashion keine Revolution geplant ist, sondern ein langsames Umdenken von Innen heraus, das Ziel ist.

Was bedeutet slow fashion nun umgelegt auf Kindermode. Nachdem es hier keine allgemeinen fertig verfügbaren Rezepte gibt, habe ich für mich versucht, diese zehn Grundsätze auf meine tägliche Arbeit umzulegen. Slow Fashion in Bezug auf Kinderkleidung heißt für mich:

  1. Kakao Kindermode designed Mode für Kinder die mitwächst.
  2. Kakao Kindermode stellt Kinderbekleidung her, die aus strapazierfähigen Materialien besteht und an die jüngeren Geschwister problemlos weitergegeben werden kann.
  3. Kakao Kindermode versucht wo immer Möglich naturnahe und ökologisch nachhaltige Materialien einzusetzen.
  4. Kunstfasern werden aber dort eingesetzt wo sie sinnvoll sind und die alternativen nicht jenen Nutzen erzielen.
  5. Umgang mit Mitbewerb, Kunden, Lieferanten, Interessenten erfolgt respektvoll.
  6. Kinderkleidung kann mehrfach eingesetzt werden (Wendekleider, Doppelnutzung, etc.. steht im Vordergrund)
  7. Verpackung erfolgt zweckentsprechend aus gebrauchten schon vorhandenen Materalien oder ist außerordentlich schön, stellt dann jedoch ein separates und entgeltliches Produkt dar.
  8. Kinderkleidung wird schneller schmutzig als Kleidung von Erwachsenen. Mütter haben genug zu tun. Deshalb steht einfache Pflege und vor allem (Waschmaschinenpflege) der Produkte steht im Vordergrund
  9. Keep smiling

Wie versprochen, anbei noch der Link http://www.notjustalabel.com/editorial/the_slow_fashion_movement und ein weiteres wichtiges Label

 

so long, fair wear, auf wiedersehen, good buy

Katharina

 

Wenn Bildzeitung die Piraten gegen Otto Versand wegen sexistischer Kindermode unterstützt

Es ist zwar nicht mehr ganz aktuell, aber von der Konstellation der beteiligten Parteien (und dies ist teilweise wörtlich zu nehmen) ziemlich interessant.

 

Vor einem Jahr (mittlerweile jedoch immer noch online bei bild.de abrufbar) zierte folgende Schlagzeile bild.de. "Sexisitische Kindermode?" Die Piraten prangerten günstige Otto Kinderbekleidung an, ganz konkret " sexistische T-Shirts" für Mädchen.

Stein des Anstosses war ein T-Shirt mit der Aufschrift "in Mathe bin ich Deko". Abgebildet war ein fröhlich freches Mädchen, welches eben gerade dieses T-Shirt an hatte.  (Slow Fasion mal in einem ganz anderen Kontext). Im Web-Shop war dieses T-Shirt laut Piraten nur in der Kategorie "Mädchen" online (wahrscheinlich günstig und reduziert) bei Otto verfügbar.

Interessant ist der weitere Verlauf der ganzen Geschichte (so man dem Bild Artikel Glauben schenkt). Die Piraten prangerten nicht nur Otto wegen "sexistischer Kindermode" an, sondern gingen sogar einen Schritt weiter, und attestierten allen Eltern, die ein solches T-Shirt für Ihre Mädchen online kaufen "zumindest Gedankenlosigkeit".   Otto Versand ging daraufhin reflexartig in Verteidigungsstellung (so nach dem Motto "der Markt verlangt das") um dann in weiterer Folge via Facebook mit ziemlicher Entrüstung seitens "des Marktes" konfrontiert zu werden. (Ich vermute mal, dass hier die Piraten eine leicht bessere Ausgangsposition hatten)

Woraufhin "ottoversand.de kindermode günstig billig und schnell online natürlich biologisch und nochmal preisreduziert einkaufen" eine leicht modifizierte Position bezog. Diese T-Shirts wurde von Frauen entworfen, und dann kann ja das Ganze doch nicht sexistisch sein. Interessanter Gedanke!

Letztendlich wurde das Produkt doch vom Markt genommen, mit jede Menge Kollateralschaden. 

Abschliessend. In dem genannten Artikel von Bild kann man abstimmen und hat folgende Optionen zur Auswahl

  • "Quatsch! Die Piraten verstehen wohl keinen Spaß!"   oder

  • "Die Designer leben wohl in der Vergangenheit!"

83% der Bild.de Leser, die an der Abstimmung teilnahmen, meinten, dass die Piraten keinen Spaß verstünden. 

 

(Wen es interessiert hier der Link zum Artikel http://www.bild.de/lifestyle/mode-beauty/mode/sexismus-vorwurf-print-t-shirts-29390742.bild.html )

 

so long, fair wear, auf wiedersehen, good buy 

Katharina

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